Kranich
10.12.2007 12:04

Dass jede Adaption auch zugleich einen Kompromiss darstellt, bezweifle ich nicht. Dass man jedoch die szenische Struktur des Buches für den Film UNNÖTIGERWEISE umgekrempelt, die Szenen auf Funktionalität herabgekürzt und den Showdown des ersten Romans der Trilogie einfach herausgeschnitten hat, ist unverzeihlich und wohl nicht nur dem Regisseur anzukreiden. DER GOLDENE KOMPASS ist, nach den zumindest formell beigelegten Streitereien zwischen Regie und Studio, ein Schnellschuss, der unter den am meisten herbeigesehnten Filmen des abschließenden Kinojahres seinesgleichen sucht. Inkonsequent, nach Substanz lechzend und vollkommen unentschieden. Das fast durchgehend exzellente Ensemble stolpert dabei auf der Suche nach einem greifbaren dramaturgischen Gerüst hilflos von Szene zu Szene.

Einzig das Production Design und die mehr oder weniger stimmige musikalische Untermalung (bis auf den End Title Song von Kate Bush) wussten zu überzeugen...

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Kommentare:

User
Comment butterfly, 14.01.2008 15:30

Seh ich genauso, der Film hat mich verwirrt, weil die Handlung in Buch anders verläuft und alles ziemlich gekürzt ist vor allem als Lyra von den Gobblern gefangen gehalten wird! Das hätte ich besser erwartet!

Betacarotine3
Comment Betacarotine3, 04.02.2008 21:48

Ich fand am Anfang den Film faszinierend und habe die Kommentare nicht verstanden.Doch dann habe ich das Buch gelesen und habe sie verstanden.Das Ende stimmt überhaupt nicht mit dem Buch überein und auch die Handlungen.Trotzdem ist der Film fantastisch.

Meine Meinung ist deshalb:erst Film schauen,dann Buch lesen.Dann hat man an beiden Freude

 

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