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Atlantis: Roman
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Beschreibung
Nachdem Hannu Raittila mit Canale Grande, seiner Satire um ein finnisches "Rettungsteam", das Venedig vorm Absaufen bewahren sollte, einen veritablen Erfolg verbuchen konnte, trompetet man etwas hochtrabend von einer "Wassertrilogie", deren abschließendes drittes Werk bereits in Arbeit sein soll. Das kostbare Nass ist dem Autor offenbar eine heilige Angelegenheit. Wie auch Finnlands bewegte Geschichte, weshalb die selbstgefälligen Tiraden des Finnen-Berlusconi den Roman etwas schwer in die Gänge geraten lassen. Dennoch liegt über dem Werk über blinde Technologiegläubigkeit so etwas wie ein trauriger nordischer Mythenschleier. Was wurde aus der sektenartigen Dorfgemeinschaft, die sich strikt jeder Moderne verweigert hatte?
Kanäle für Besichtigungs-U-Boote, Riesenbrücken, Sprengung von Fahrrinnen -- der Größenwahn Saarilahtis macht vor nichts Halt. Ein Gegenmodell des Romans ist die schöne Helena, eine Volkskundlerin, die das versunkene Dorf tauchend erkundet und Artefakte zutage fördert. Dass sie ausgerechnet auf einen Profitaucher stößt, der im Dienste Saarilahtis die Unterwasserwelt zur Ausbeutung durchschnüffelt und sich nebenbei in Helena verknallt, macht die Sache nicht eben leichter. Gegen Ende werden sämtliche Schleusen geöffnet. Ein geheimnisvoller Sohn des Dorfes macht sich die Natur auf seine Weise zum Verbündeten. Raittilas geliebtes Element bricht sich schäumend Bahn und sorgt für endgültige Klarheit. Finnland ist noch einmal verschont geblieben, die Sorgenwogen der Öko-Freunde geglättet. --Ravi Unger
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